Meeresschutzprojekt in Indonesien

Meeresschutzprojekt in Indonesien

 

Die Natur und ihre Lebewesen liegen uns bei Julesmar Boutique ganz besonders am Herzen đŸ–€ Das haben wir auf all unseren Reisen quer durch die Welt gemerkt. Wir haben in den letzten Jahren die schönsten StrĂ€nde, atemberaubendsten Korallenriffe und einzigartige Flora und Fauna gesehen. Doch wir sind auch auf Unmengen von MĂŒll und Plastik getroffen!

 

Aus diesem Grund habe ich mich fĂŒr ein vierwöchiges Meeresschutzprojekt auf der Koralleninsel Pulau Pom Pom in Indonesien entschieden und wollte meinen Beitrag fĂŒr den Meeresschutz leisten!
Das war ein absolutes Herzensprojekt von mir. 

 

Nach langer Recherche entschied ich mich fĂŒr das Tropical ResearchMeeresschutzprojekt der Organisation tracc auf der Korallenriffinsel Pulau Pom Pom in Indonesien and Conservation Centre (TRACC). TRACC ist eine Meeresschutzorganisation, die sich dem Schutz von Meeresschildkröten und der Wiederherstellung von Korallenriffen widmet, welche durch die lokalen Fischbombardierungspraktiken in Malaysia zerstört wurden. Sie haben ihren Sitz auf der traumhaften Korallenriff Insel Pulau Pom Pom im Celebes-Meer in Indonesien. Die kleine Insel hat gerade einmal einen Umfang von 2,3 km und wird von einem 4 km langen Korallenriff umgeben. Die Insel hat einen atemberaubend weißen Sandstrand, tĂŒrkisglitzerndes Meer und ist ein wichtiger Nistplatz fĂŒr GrĂŒn- und Karettschildkröten.  


Und auf dieser wundervollen Insel verbrachte ich also vier Wochen und half gemeinsam mit vielen anderen Freiwilligen und Verantwortlichen bei der SĂ€uberung und dem Schutz des Meeres.


Unterkunft in Zelten auf der Insel, Lagerfeuer, HĂ€ngematte

Nicht ganz so traumhaft fĂŒr mich war zunĂ€chst das “Leben” dort auf der Insel - die Unterbringung in Zelten, ein fĂŒr alle geteiltes Plumpsklo und ganz primitive Außenduschen ohne warmes Wasser. Nur ab und zu funktionierende ElektrizitĂ€t. Und auch an das tĂ€gliche Zusammenleben mit unzĂ€hligen tierischen Mitbewohnern musste ich mich erst einmal dran gewöhnen und war war fĂŒr mich eine absolute Umstellung! Aber ich bemerkte schnell, dass ich den von zuhause gewohnten Schnick-Schnack und Luxus gar nicht brauchte. Und immer mehr gefiel mir das einfache Leben - so ganz im Sinne von “Back to the roots”. Anstatt Abends auf der Couch zu liegen und Fernsehn zu schauen, saßen wir alle gemĂŒtlich am Lagerfeuer. Sangen, Tanzten, veranstalteten Mottopartys, hingen in den BĂ€umen in HĂ€ngematten und bauten sogar unseren eigenen Natur-Pizzaofen. 

 

 

Plastik und MĂŒll im Meer, Fische und Korallen, alles grauTagsĂŒber verfolgten wir alle die gleiche Mission und haben die Meere gerettet. Jeder packte tatkrĂ€ftig an. Es gab unzĂ€hlige Aufgaben und Projekte - ob an Land oder unter Wasser. An Land haben wir tĂ€glich all unsere InselstrĂ€nde von tonnenweise Plastik und MĂŒll befreit. Und was da fĂŒr skurrile Dinge dabei waren, die Menschen ins Meer warfen - unfassbar!

Dabei recycelten wir auch einige der gefunden Sachen. So verwendeten wir z.B. gefundene Glasflaschen, um mit Hilfe von Beton kĂŒnstlichen “Wohnraum” fĂŒr Korallen und FischschwĂ€rme zu bauen, den wir dann schließlich unter Wasser im Meer installierten. So können in vielen Jahren an diesen Stellen wieder neue farbenfrohe Korallenriffe wachsen, die Wohnraum und Schutz fĂŒr viele Fische und Meeresbewohner bieten. Es wurde also unter Wasser tatkrĂ€ftig getaucht. Jeden Tag hatten wir drei TauchgĂ€nge und befreiten die Unterwasserwelt von MĂŒll, retteten in Plastik verfangene Tiere und machten wissenschaftlich fundierte ZĂ€hlungen ĂŒber Fisch- und KorallenbestĂ€nde.

 

Baby-Schildkröten nach dem AusbrĂŒten wieder aussetzen

 

 

Um den Bestand der Schildkröten auf der Inseln zu sichern, haben wir ihre Eier gesammelt, in selbst gebauten BrutstĂ€tten ausbrĂŒten lassen und anschließend wieder zurĂŒck ins Meer ausgesetzt. Ein unbeschreiblicher Moment! 


 

 

 

Einmal sind wir mit dem Boot auf eine Nachbarinsel gefahren,die ausschließlich von Einheimischen bewohnt wird. Der Anblick fĂŒr mich war erschreckend! So viel MĂŒll und Plastik habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Diese wundervolle Insel voller Dreck. FĂŒr die Bewohner ist es jedoch zur Gewohnheit geworden, im wahrsten Sinne des Wortes “im MĂŒll zu ersticken”. Doch sie können nichts dafĂŒr. Der MĂŒll wird jeden Tag aufs neue angeschwemmt und es gibt kaum Möglichkeiten, ihn zu entsorgen. Auch die Regierung hilft hier nicht mit. Aus diesem Grund bleibt der MĂŒll einfach liegen. Und deshalb sind wir mit vielen Booten zur UnterstĂŒtzung gekommen, haben gemeinsam mit allen Einheimischen MĂŒll gesammelt und diesen anschließend Booteweise nach Borneo auf die Hauptinsel zur Entsorgung gebracht. 

SĂ€cke voller MĂŒll und Plastik am Strand

 

 

Das Schlimmste fĂŒr mich war: Wir haben einen ganzen Tag lang MĂŒll gesammelt, hatten unzĂ€hlige MĂŒllsĂ€cke voll, die einige Tonnen Gewicht zusammen auf die Waage brachten, ABER die Insel und die StrĂ€nde waren noch genauso voll wie vorher. Ich sah keinen Unterschied! 


 

 

 

Die vier Wochen waren eigentlich viel zu kurz, um gegen diese gravierende Problematik anzukĂ€mpfen. Und mir ist bewusst geworden, was fĂŒr ein Privileg wir haben, dass wir an ferne Orte auf der ganzen Welt reisen und andere Kulturen und Menschen kennenlernen können. Aber genauso wie wir das Privileg haben, mĂŒssen wir uns auch ĂŒber unsere enorme Verantwortung bewusst sein. Die Natur gibt es nur einmal und wir sollten sie dementsprechend behandeln und schĂŒtzen - ob hier in Deutschland oder auf Reisen 🌏

 

Die Zeit bei Tracc, im Camp, die Menschen vor Ort und ihre starke Liebe fĂŒr das Meer werde ich nie wieder in meinem Leben vergessen. Und ich verspreche: ich komme zurĂŒck und helfe erneut! Und auch zurĂŒck in meinem Alltag werde ich weiterhin Verantwortung fĂŒr die Meere ĂŒbernehmen. Das ist auch der Grund warum uns bei Julesmar Boutique das Thema der Nachhaltigkeit so am Herzen liegt!

 

Schildkröten, Sonnenuntergang, TauchgÀnge im Meer, Insel Pom Pom

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden mĂŒssen

x
x